Rüttgers-Rente - Gerechtigkeit oder Renten-Chaos?
ruettgers-rente.info 8. Mai 2008
Jürgen Rüttgers hat es geschafft, denn seine Renten-Pläne werden mittlerweile von fast allen namhaften deutschen Politikern diskutiert und entweder vernichtend kritisiert oder aber als vernünftig gelobt. Sicherlich ist dabei natürlich eine ganze Menge Parteitaktik im Spiel, aber wenn man sich die Pläne einmal genauer anschaut, stellt man ziemlich schnell fest, dass die Rüttgers-Rente, wie sie mittlerweile schon genannt wird, erstens einen Bruch mit dem deutschen Renten-System bedeutet und zweitens auch eine Menge an Mehrkosten mit sich bringen wird.
Nach den Plänen von Jürgen Rüttgers sollen Geringverdiener, die schon lange in die Rentenkasse Beiträge einzahlen, in Zukunft mehr Rente bekommen als nur die bedarfsgerechte Grundsicherung, die jeder Rentner unabhängig von seinen Einzahlungen erhält. Laut Rüttgers ist dies ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit, denn wer arbeitet, soll dafür schließlich auch belohnt werden. Ein Missbrauch durch Teilzeitarbeit soll dadurch vermieden werden, dass diese Regelung für Teilzeitkräfte so nicht gilt.
Um die Rentenkassen zu entlasten, sollten zudem auch Selbständige in die gesetzliche Rentenversicherung mit einbezogen werden. Dies ist nach Rüttgers Plänen vor allem deshalb wichtig, damit diese im Alter nicht einfach auf die Grundsicherung hoffen und vorher nie etwas in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Wer als Selbständiger also keine zertifizierte Altersvorsorge vorweisen könne, müsse sich zukünftig eben gesetzlich versichern.
Die Kritik an den Plänen der Rüttgers-Rente reißt nicht ab und kommt auch aus der eigenen Partei. Es heißt immer wieder, dass dies einen Bruch des Renten-Systems mit sich bringen würde, weil die, die mit ihren Beiträgen und den daraus resultierenden Ansprüchen etwas oberhalb der Grundsicherung lägen, ungerecht behandelt würden. Auch in der CSU wird einhellig die Meinung vertreten, dass der, der mehr einzahle, am Ende auch mehr heraus bekommen muss. Dazu kommen natürlich auch Mehrkosten für den Staatshaushalt, die noch nicht genau beziffert wurden.
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